Das Zentrum Dreieinigkeit liegt am südöstlichen Rand der Berliner Gropiusstadt und bildet ein Ensemble von Gebäuden, das sich von der Rudower Straße über die Lipschitzallee bis zum Efeuweg erstreckt. Blickfang dieses Ensembles ist die imposante Architektur der Dreieinigkeitskirche.

Erbaut wurde sie 1971 nach einem Entwurf des Architekten Reinhold Barwich. Dieser orientierte sich an der architektonischen Idee des barocken Zentralbaus und verwirklichte zugleich den theologischen Gedanken der Dreieinigkeit, erkennbar an den drei spitz zulaufenden Außenwänden der Kirche.

An den Außenwänden wurde die Stahlnetzkonstruktion des Daches aufgehängt, welche das Innere der Kirche mit seinen sechs Emporen überwölbt. Nicht zufällig erinnert der Innenraum an ein Theater, denn die Kirche war nicht als reiner Sakralbau, sondern auch als Mehrzweckraum für kulturelle Veranstaltungen in der Gropiusstadt gedacht.

Als um das Jahr 2006 die Idee des Zentrums Dreieinigkeit entstand, wurden Rose Zeiger und Raimund Knappheide mit der innenarchitektonischen Umgestaltung der Kirche beauftragt.

Neu gestaltet wurden der Kirchenraum und das Foyer, angebaut wurde ein Küchentrakt, das Gemeindebüro wurde in das Foyer eingefügt, und in die ehemalige Küsterei zog die Verwaltung des Wohnstättenwerkes. Besprechungs- und Veranstaltungsräume werden seither von Gemeinde, Diakonie und Kindertagesstätte gemeinsam genutzt.

Ein barrierefreies Leitsystem und Beschilderungen in Brailleschrift ermöglichen die Nutzung des Raumes im Sinne der Inklusion. Das Äußere der Kirche blieb dabei, von geringfügigen Eingriffen abgesehen, unverändert, zumal das gesamte Ensemble des Zentrums Dreieinigkeit 2008 unter Denkmalschutz gestellt wurde.